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Auswandern nach Japan

Die Lebensweise der Japaner unterscheidet sich sehr stark von den Deutschen, was für viele einen gewissen Reiz darstellt. Auf der Auswanderungsliste belegt Japan Platz 24 und ist somit recht weit abgeschlagen. Ungefähr 127 Millionen Japaner mit "echter" Abstammung leben in diesem Land. Japaner mit einer koreanischen Abstammung stellen die größte Minderheit der übrigen Bevölkerung dar. Gastarbeiter aus Südostasien und Indien werden ebenso wie Ainu und Buraku bewusst von der Gesellschaft ausgegrenzt. So kann Japan nicht unbedingt als das klassische Land der Auswanderung bezeichnet werden. Was Japan so besonders macht ist die respektvolle Art im Umgang miteinander, eine sehr geringe Kriminalität und einen unerwartet hohen Lebensstandard.

Auch heute noch stellt die Familie in der Gesellschaft Japans die größte Wichtigkeit dar. Denn die Familie wird in diesem Land mit Verantwortung, Pflicht und der gesellschaftlichen Stellung verbunden. Diese Ansichten sind es was der Gesellschaft bis heute ihre Stabilität gibt und nie verändert worden ist. Trotz der festen Verpflichtungen der Familie gegenüber ist Japan eine unterentwickelte Provinz. Die Kultur ist eine interessante Mischung aus alten Traditionen und Moderne des Westens und des Ostens. Einwanderer erwarten Sumoveranstaltungen, Baseball, Karaokebars, diverse Theater und Kabuki.

Möchte man länger als 90 Tage in diesem Land bleiben ist es notwendig ein Visum zu beantragen. Der Antrag kann bei Auslandsvertretung von Japan in Deutschland vorgenommen werden. Japan wurde immer als Weltmacht bezeichnet doch Statistiken haben offenbart, dass der Einfluss Japans zusehends schwindet. Im Jahr 2006 war Japan mit weniger als 10 Prozent an der Weltwirtschaft beteiligt und auch das jährliche Einkommen der Einwohner sinkt. Hat man nach einer erfolgreichen Wohnungssuche etwas Passendes gefunden, ist es nicht unüblich nach dem Unterzeichnen des Mietvertrages als Einwanderer vier bis sechs Monatsmieten im Voraus zahlen zu müssen. Erst nach dem Begleichen der Mietkaution darf mit dem Bezug begonnen werden. Viele kleine alltägliche Dinge wie zum Beispiel dem klassischen Einkauf werden in Japan anders gehandhabt als in Deutschland. Aus diesem Grund ist es ratsam sich vor dem Ausreisen mit den Lebensweisen der Japaner auseinanderzusetzen, um peinliche und ungewollt kränkende Situationen zu vermeiden. Bei Gesprächen sowohl im beruflichen wie auch dem privaten Bereich werden keine leidenschaftlichen Unterhaltungen geführt. Auch die beliebte deutsche Angewohnheit, ausführlich zu diskutieren ist in Japan undenkbar. Ablehnung und Kritik wird von Japanern in Bemerkungen verpackt die indirekt geäußert im Gespräch angedeutet werden.

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