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Doppelte Staatsbürgerschaft

Ein Kind kann durch eine Geburt zwei Staatsangehörigkeiten erwerben. Das bedeutet, dass das Kind Mitglied bzw. Bürger von zwei verschiedenen Ländern ist. Das ist heute keine Seltenheit mehr.

Ein Beispiel: Der Vater hat die deutsche Staatsangehörigkeit und die Mutter hat z.B. die dänische Staatsbürgerschaft. Ihr Kind wird in Deutschland geboren. In diesem Falle würde Ihrem Kind sowohl die deutsche durch als auch die dänische Staatsangehörigkeit durch Abstammung zustehen. Allerdings ist die Annahme der doppelten Staatsangehörigkeit nicht zwingend notwendig. Sie können Ihr Kind auch nur als Bürger in Deutschland oder wie in diesem Beispiel, auch nur in Dänemark anmelden. Allerdings spielt die Staatsangehörigkeit bei manchen Ländern auch im Erbrecht eine wichtige Rolle.

Sofern Ihr Kind seit seiner Geburt zwei Staatsangehörigkeiten hatte, darf es beide ganz legal behalten.

Wichtig ist innerhalb der EU (Europäische Union) dass beide Länder die Gegenseitigkeit akzeptieren. Diese Frage können Sie bei der jeweiligen Botschaft erfragen. Ebenfalls sollten Sie sich erkundigen, ob das Recht des anderen Landes eine Optionsnotwendig vorsieht. Manche Länder verlangen im Erwachsenenalter von Ihrem Kind, dass es sich zwischen beiden Staaten entscheidet oder andere Länder verlangen einen Schreib- und Sprachtest des Kindes.

Aus deutscher Sicht, ist eine spätere Entscheidung Ihres Kindes zwischen den beiden Staatsangehörigkeiten nicht erforderlich und die Mehrstaatigkeit kann beibehalten werden.

Wenn Sie und Ihr Kind die deutsche Staatsangehörigkeit erst durch Einbürgerung erhalten haben, müssen Sie die bisherige Staatsangehörigkeit in der Regel aufgeben, weil Deutschland nach internationalem Recht nur eine Staatsangehörigkeit vorsieht.

Hinweis: Es gibt allerdings auch viele Unterschiede und Bestimmungen innerhalb eines Landes, wie z.B. in Amerika, Kanada, etc. Sie sollten sich bei der betreffenden Botschaft gut beraten lassen und mögliche Optionsnotwendigkeiten im späteren Leben Ihres Kindes genau erfragen und gegebenenfalls aus den gesetzlichen Bestimmungen aushändigen lassen und abheften. Bis Ihr Kind erwachsen wird, können sich die Bestimmungen ändern.

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